Gedichte und Zitate
Gesellschaft
Bilder
 


Hier findet ihr kritische lustige oder auch weniger lustige Wahrheiten oder Halbwahrheiten.





Es ist Montag, der 3. Juni 2010, 5 Uhr morgens. Der Radiowecker reißt Günther S. (46) aus dem Schlaf. Der Oldie-Sender spielt Modern Talking.
Herr S. quält sich aus dem Bett. Gestern ist es etwas später geworden. Bei der Arbeit. Dienst am Pfingstsonntag - mal wieder. Früher konnte er danach wenigstens ausschlafen. "Ja ja, der Pfingstmontag", murmelt Herr S., "ist das wirklich schon sieben Jahre her?"

Es hat sich wirklich einiges getan seit damals. Nur nicht in seinem Haus. Als 2005 die Eigenheimzulage plötzlich doch gestrichen wurde, mussten sie eben Abstriche machen. Und inzwischen hat sich Familie S. daran gewöhnt. An die frei liegenden Leitungen, den Betonfußboden.

Gut, denkt Herr S., dass damals die Garage noch nicht fertig war. Denn der Wagen ist längst verkauft. Zu teuer, seit es keine Kilometerpauschale mehr gibt. Und mit Bus und Bahn dauert es in die City ja auch nur zwei Stunden.

Und was man dabei für nette Leute trifft. Zum Beispiel die Blondine, die Herrn S. immer so reizend anlächelt. Zurücklächeln mag er nicht. Wegen seiner Zähne. Aber was will man machen? 3000 Euro für zwei Kronen sind viel Geld. Und schon die Brille musste er selbst bezahlen. Hat dabei aber 15 Euro gespart. Weil er nicht gleich zum Augen-, sondern erst zum Hausarzt gegangen ist. Wegen der Überweisung.

Trotzdem: Der Urlaub fällt flach. "Das könnte Ärger geben zu Hause", stöhnt Herr S. vor sich hin. Traurig erinnert er sich an letzte Weihnachten. Als es nichts gab. 2009 wurde nämlich auch in der freien Wirtschaft das Weihnachtsgeld gestrichen. Im öffentlichen Dienst ist das ja schon länger her. "Und bis wann gabs eigentlich Urlaubsgeld?", fragt sich Herr S. - er kommt nicht drauf.

Damals hatte man jedenfalls noch genügend Urlaub, um das Urlaubsgeld auszugeben. Heute sinds ja gerade mal 19 Tage im Jahr. Pfingstmontag? 1. Mai? Geschichte. Das stand nicht auf der Agenda 2010 - so hieß sie doch, oder? Aber man soll nicht meckern. Die da oben, weiß Herr S., müssen noch viel mehr ackern.

Darum kann Günther S. mit der 45-Stunden-Woche auch ganz gut leben. Er hat auch keine Wahl. Seit der Kündigungsschutz auch in großen Betrieben gelockert wurde, mag man es sich mit den Bossen nicht mehr verscherzen. Wer will sich schon einreihen in das Heer von sechs Millionen Arbeitslosen? Aber den Feiertagszuschlag für den Dienst an Pfingsten vermisst er schon.

Was solls, in 23 Jahren hat Herr S. es hinter sich. So üppig wird die Rente zwar nicht ausfallen, wenn das mit den Nullrunden so weitergeht. Doch wer weiß: Vielleicht bringt ihn das Rauchen vorher um. Obwohl er weniger qualmt, seit die Schachtel neun Euro kostet. Aber heute, auf den letzten Metern zum Büro, steckt Günther S. sich trotzdem eine an.

"Mit der 45-Stunden-Woche kann man leben. Man hat ja auch keine Wahl ..."





Heinrich v.Pierer, der ehemalige Siemens-Chef, hat in den vier Jahren seiner Kanzlerschaft viel erreicht.
STERN sprach mit dem Bundeskanzler über seine Erfolge und künftigen Pläne.

STERN: Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, Kritiker werfen Ihnen vor, sie seien bei der Sanierung Deutschlands übertrieben brutal vorgegangen.

v. Pierer: Das sehe ich nicht so. Als mich das überparteiliche Bündnis fragte, ob ich Kanzler werden möchte, um Deutschland vor dem Konkurs zu retten, habe ich gleich erklärt, dass ich das Land so sanieren werde wie ich Siemens saniert habe: streng marktwirtschaftlich.
Siemens und Deutschland gleichen sich in gewisser Weise: zwei Gemischtwarenläden mit sehr unterschiedlichen Komponenten, die einen leistungsfähig, die anderen weniger. Ich habe nur das gemacht, was ich auch bei Siemens gemacht habe: unproduktive Unternehmensteile
abgestoßen.

STERN: Sie sprechen von den neuen Bundesländern?!

v. Pierer: Nicht von allen. Thüringen und Sachsen haben sich ja als sanierungsfähig erwiesen, die haben wir behalten. Für Mecklenburg-Vorpommern konnten wir nichts mehr tun, Totalverlust. Da kam uns das Angebot der Bush-Administration ganz recht, gegen die Übernahme der Landesschulden und für den symbolischen Kaufpreis von 1 EURO das Land als Atomtestgelände zu kaufen.

STERN: Polen hat Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt sogar kostenlos bekommen.

v. Pierer: Richtig. Sie dürfen aber nicht vergessen, dass sich Polen im Gegenzug verpflichtete, drei Millionen der ärmsten deutschen Rentner dort anzusiedeln. Von 300 EUR Rente kann in Deutschland keiner leben, aber in Polen wegen der wesentlich geringeren Lebenshaltungskosten. Mit diesem Befreiungsschlag haben wir die Sozialhilfekosten massiv reduziert und den deutschen Kommunen wieder auf die Beine geholfen.

STERN: Den Bundeshaushalt haben Sie durch einen Verkauf der deutschen Schulden an US-Pensionsfonds saniert. Es gab durchaus Kritik daran, dass Sie als Sicherheit die Alpen, den Schwarzwald, den Kölner Dom, die Rüdesheimer Drosselgasse sowie Rothenburg o. d. Tauber und das Münchner Oktoberfest verpfändet haben.

v. Pierer: Verpfändet ist nicht verkauft. Die einheimische Bevölkerung kann diese Liegenschaften weiterhin ungehindert nutzen.

STERN: Bei den Arbeitslosen sind sie einen neuen Weg gegangen...

v. Pierer: ...den am Anfang auch wieder keiner begriffen hat. Erst hieß es, es sei widersinnig, die Arbeitslosenzahl durch Entlassungen senken zu wollen. Aber das macht jeder Manager, der zu viele Leute hat, die zuviel Geld kosten. Er entlässt sie einfach! Wir haben zwei Millionen Arbeitslose aus der deutschen Staatsbürgerschaft entlassen und aus Deutschland ausgewiesen.

STERN: Wohin?

v. Pierer: Unterschiedlich. Nicht wenige sind mit einer "Blond Card" als Straßenkehrer in Indien untergekommen, Indien: sauber und schön durch deutsches      Reinigungspersonal Andere haben sich als Soldaten in diversen afrikanischen Burgerkriegsländern verpflichtet.

STERN: Auch bei der Landesverteidigung konnten Sie massiv sparen.

v. Pierer: Das stimmt. Sie als Privatmann halten sich ja auch keinen persönlichen Polizisten. Warum sollten wir das als Staat tun?! Dem Trend zum Outsourcing können sich auch die öffentlichen Einrichtungen nicht entziehen. Also habe ich die Bundeswehr abgeschafft, die viel zu teuer ist. Im Bedarfsfall kaufen wir uns Sicherheitsleistungen zum Beispiel von US-Söldnerfirmen ein, die zudem auch noch das ganze Kriegsgerät vorrätig halten. So entfallen für uns Lager- und Wartungskosten. Just-in-time-Sicherheit sozusagen.

STERN: Sogar die Politiker haben Sie zu Gunsten der Staatskasse eingespannt.

v. Pierer: Es war schließlich einzusehen, dass solche hochkarätigen Entertainer kostenlos bei Vereinsfesten und Einweihungen auftreten. Seitdem wir Gebühren für die Anwesenheit von Politikern erheben, kommt Geld in die Staatskasse und die Terminflut für die Politiker nimmt ab, so dass sie endlich wieder in ihren Büros arbeiten können, statt bei irgendwelchen Karnickelzüchtern Grußworte zu sprechen. Die Deutschen müssen sich dran gewöhnen, dass es nichts kostenlos gibt, auch nicht Grußworte von Politikern. Roberto Blanco singt bei der Einweihung eines Baumarktes ja auch nicht kostenlos.

STERN: Aber ein Staatssekretär singt doch auch nicht.

v. Pierer: Gegen Aufpreis schon!

STERN: Was sind Ihre nächsten Pläne, Herr Bundeskanzler?

v. Pierer: Wir haben noch zirka 2,5 Millionen Arbeitslose in Deutschland. Ich beabsichtige, durch weitere Entlassungen endlich Vollbeschäftigung herzustellen. Außerdem müssen wir uns noch stärker auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren. Ich habe an den Universitäten unsinnige Studienfächer wie Sozialpädagogik streichen und deutsche Kernfächer wie Ingenieurwissenschaften stark ausbauen lassen.

STERN: Durchaus mit Erfolg. Wird Deutschland durch Zukäufe wachsen?

v. Pierer: Das halte ich nicht für ausgeschlossen. Wie Sie sicher wissen, befinden wir uns seit einigen Wochen in Verhandlungen mit Frankreich, weil wir das Elsass kaufen wollen. Obwohl wir den Franzosen einen fairen Preis gemacht haben, sträuben sie sich noch. Aber ich glaube nicht, dass sie diesen Kurs noch lange durchhalten können. Schließlich hat es Frankreich im Gegensatz zu Deutschland versäumt, 5 vor 12 mit einem streng marktwirtschaftlichen Kurs das Ruder doch noch herumzureißen. Das hat dazu geführt, dass Paris von marodierenden Afrikanern aus den ehemaligen Kolonien zur Hälfte niedergebrannt wurde und in Marseille jetzt ein islamischer Kalif regiert. Frankreich braucht Geld, es wird uns das Elsass verkaufen. Ich will nicht verhehlen, dass wir auch Interesse an der Champagne und dem Bordelais haben.

STERN: Duce Berlusconi, der Führer des weitgehend bankrotten Italiens, soll Deutschland Südtirol zum Kauf angeboten haben?

v. Pierer: Das stimmt. Südtirol wurde durchaus in unser Produkt-Portfolio passen. Dort gibt es noch eine ausgeprägte Landwirtschaft und Landwirtschaft gehört zu den deutschen Kernkompetenzen: Der deutsche Bauer erzeugt auf deutscher Scholle deutsche Lebensmittel. Allerdings mussten die Italiener zunächst die Altlasten entsorgen.

STERN: Altlasten?

v. Pierer: Na, die in Südtirol lebenden Italiener. Die können wir natürlich nicht gebrauchen. Die musste der Duce zurücknehmen.

STERN: Es gibt Gerüchte, Großbritannien habe Deutschland eine Fusion angeboten.

v. Pierer: Dazu möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt nur sagen, dass Großbritannien wie wir gut am Markt positioniert ist. Eine Fusion könnte durchaus die Fantasie der Anleger wecken. Diese musste allerdings auf gleicher Augenhöhe erfolgen. Eine feindliche Übernahme
wird es nicht geben.

STERN: Herr Bundeskanzler, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

v. Pierer: Gern geschehen. Und vergessen Sie nicht, am Ausgang die Gebühren für
das Interview in die Staatskasse einzuzahlen. Ach ja, bevor ich's vergesse:
Dieses Interview was powered by Coca Cola light.




Die Deutschen sind zu gut!

Da geht nix kaputt!

Deutsche Wertarbeit!

Made in Germany!

Wir können nix mehr verkaufen!

Da geht nix mehr kaputt!

Wir sind zu gut!

Hilfe!

Grübel.........

Made in China?

Natürlich!

Billigware!

Schießbudenartikel!

Die gehen immer kaputt!

Deutsche Wertarbeit mit China Innenleben!

Da geht aber mal wieder was kaputt!

Fernseher Stereoanlage Handy Computer!

Alles geht wieder kaputt!

Und billiger wird des Teil auch noch!

Nee.... nicht für Hans und Sepp!

Die haben doch wohl genug Arbeitslosengeld!

Die sind doch selber schuld!

Hätten sie halt nicht so gut arbeiten sollen!

Oder?








F: Du, Papa, Warum mussten wir den Irak angreifen?


A: Weil sie Massenvernichtungswaffen hatten.


F: Aber die Inspektoren haben keine Massenvernichtungswaffen gefunden.


A: Weil die Iraker sie versteckt haben.


F: Und deshalb haben wir den Irak erobert?


A: Ja. Eroberungen funktionieren immer besser als Inspektionen.


F: Aber nachdem wir ihn erobert hatten, haben wir immer noch keine Massenvernichtungswaffen gefunden, oder?


A: Weil die Waffen so gut versteckt sind. Mach Dir keine Sorgen, wir werden etwas finden, vermutlich kurz vor den Wahlen in 2004.


F: Warum wollte der Irak die ganzen Massenvernichtungswaffen haben?


A: Um sie im Krieg zu benutzen, Dummerchen.


F: Ich bin verwirrt. Wenn sie all diese Waffen hatten, die sie im Krieg benutzen wollten, warum haben sie die Waffen nicht benutzt, als wir mit ihnen Krieg hatten?


A: Nun, offensichtlich wollten sie nicht, dass irgendjemand weiß, dass sie diese Waffen haben und so entschlossen sie sich, lieber zu tausenden zu sterben als sich zu verteidigen.


F: Das macht keinen Sinn. Warum sollten sie sich entschließen zu sterben wenn sie doch all diese großen Waffen hatten, mit denen sie sich hätten wehren können?


A: Es ist eine andere Kultur. Es muss keinen Sinn machen.


F: Ich weiß nicht wie es Dir geht, aber ich glaube nicht, dass sie irgendwelche von den Waffen hatten, von denen unsere Regierung sagte, dass sie sie hatten.


A: Naja, weißt Du, es ist nicht wichtig, ob sie die Waffen hatten. Wir hatten einen anderen guten Grund, sie anzugreifen.


F: Und was war das?


A: Selbst wenn der Irak keine Massenvernichtungswaffen hatte, war Saddam Hussein ein böser Diktator, was auch ein guter Grund ist, ein anderes Land anzugreifen.


F: Warum? Was tut ein böser Diktator, dass es richtig ist, sein Land anzugreifen?


A: Naja, unter anderem hat er sein eigenes Volk gefoltert.


F: So wie sie es in China machen?


A: Vergleich China nicht mit dem Irak. China ist ein guter wirtschaftlicher Konkurrent, wo Millionen von Leuten zu Sklavenlöhnen in Sweatshops arbeiten, um US-Firmen reicher zu machen.


F: Wenn also ein Land seine Leute zum Gewinn amerikanischer Firmen ausbeutet ist es ein gutes Land, auch wenn es sein Volk foltert?


A: Richtig.


F: Warum wurden die Leute im Irak gefoltert?


A: Größtenteils für politische Verbrechen, wie die Regierung zu kritisieren. Leute, die im Irak die Regierung kritisiert haben, wurden ins Gefängnis gesteckt und gefoltert.


F: Ist das nicht genau das, was in China passiert?


A: Ich hab's Dir doch gesagt, China ist etwas anderes.


F: Was ist der Unterschied zwischen China und dem Irak?


A: Naja, unter anderem wurde der Irak von der Baath-Partei beherrscht, wogegen China kommunistisch ist.


F: Hast Du mir nicht mal gesagt, daß Kommunisten böse sind?


A: Nein, nur kubanische Kommunisten sind böse.


F: Wie sind die kubanischen Kommunisten böse?


A: Naja, unter anderem werden Leute, die die kubanische Regierung kritisieren, ins Gefängnis gesteckt und gefoltert.


F: Wie im Irak?


A: Genau.


F: Und wie auch in China?


A: Wie ich schon sagte: China ist ein guter wirtschaftlicher Konkurrent, Kuba andererseits ist das nicht.


F: Wie kommt es, daß Kuba kein guter wirtschaftlicher Konkurrent ist?


A: Naja, weißt Du, damals in den 60ern erließ unsere Regierung einige Gesetze, die es für Amerikaner illegal machten, mit Kuba Handel zu treiben oder Geschäfte zu machen bis sie keine Kommunisten mehr sind und Kapitalisten wie wir sind.


F: Aber wenn wir diese Gesetze loswerden würden, Handel mit Kuba treiben würden und Geschäfte mit ihnen machen würden, würde das den Kubanern nicht helfen, Kapitalisten zu werden?


A: Sei kein Besserwisser.


F: Ich dachte nicht, daß ich einer bin.


A: Naja, egal, sie haben auch keine Religionsfreiheit auf Kuba.


F: So wie in China mit der Falun-Gong-Bewegung?


A: Ich hab Dir schon mal gesagt: hör auf, schlecht über China zu reden. Auf jeden Fall ist Saddam Hussein durch einen Militärputsch an die Macht gekommen, er ist also sowieso gar kein rechtmäßiger Führer.


F. Was ist ein Militärputsch?


A: Das ist, wenn ein Militärgeneral die Regierungsgewalt eines Landes mit Gewalt übernimmt, statt mit Wahlen, wie wir es in den USA machen.


F: Ist nicht der Führer von Pakistan durch einen Militärputsch an die Macht gekommen?


A: Du meinst General Pervez Musharraf? Äh, ja, ist er, aber Pakistan ist unser Freund.


F: Warum ist Pakistan unser Freund wenn sein Führer nicht rechtmäßig ist?


A: Ich habe nie gesagt, daß Pervez Musharraf nicht rechtmäßig ist.


F: Hast Du nicht gesagt, daß ein Militärgeneral, der an die Macht kommt, indem er die rechtmäßige Regierung eines Landes mit Gewalt umstößt, ein nicht rechtmäßiger Führer ist?


A: Nur Saddam Hussein. Pervez Musharraf ist unser Freund weil er uns geholfen hat, Afghanistan anzugreifen.


F: Warum haben wir Afghanistan angegriffen?


A: Wegen dem, was sie uns am 11. September angetan haben.


F: Was hat Afghanistan uns am 11. September angetan?


A: Nun, am 11. September haben 19 Männer - fünfzehn von ihnen aus Saudi-Arabien - vier unserer Flugzeuge entführt uns sie in Gebäude in New York und Washington geflogen und dabei 4.000 Menschen getötet.


F: Und was hat Afghanistan dabei gemacht?


A: In Afghanistan wurden diese bösen Menschen trainiert, unter der unterdrückenden Macht der Taliban.


F: Sind die Taliban nicht diese bösen radikalen Islamisten, die Menschen Hände und Köpfe abgehackt haben?


A: Ja, genau die. Nicht nur, daß sie Menschen Hände und Köpfe abgehackt haben, sie haben auch Frauen unterdrückt.


F: Hat die Bush-Regierung den Taliban im Mai 2001 nicht 43 Millionen US-Dollar gegeben?


A: Ja, aber das war eine Belohnung, weil sie so erfolgreich gegen die Drogen vorgegangen waren.


F: Gegen die Drogen vorgegangen?


A: Ja, die Taliban waren sehr hilfreich, die Opiumproduktion zu stoppen.


F: Wie haben sie das so gut hinbekommen?


A: Ganz einfach. Wenn Leute dabei erwischt wurden, Opium anzubauen, haben die Taliban ihnen ihre Hände und ihren Kopf abgehackt.


F: Wenn sie Taliban Menschen die Hände und den Kopf abgehackt haben, weil sie Pflanzen angebaut haben war das also in Ordnung, aber nicht, wenn sie den Leuten aus anderen Gründen die Hände und den Kopf abgehackt haben?


A: Genau. Es ist für uns in Ordnung, wenn radikale islamistische Fundamentalisten Leuten die Hände abhacken weil sie Pflanzen angebaut haben, aber es ist böse, wenn sie den Leuten die Hände abhacken, weil sie Brot gestohlen haben.


F: Hacken sie den Leuten in Saudi-arabien nicht auch die Hände und die Köpfe ab?


A: Das ist was anderes. Afghanistan wurde von einem tyrannischen Patriarchat regiert, das Frauen unterdrückt hat und sie gezwungen hat, in der Öffentlichkeit Burkas zu tragen, mit Steinigung als Strafe für die Frauen, falls sie nicht gehorchten.


F: Müssen saudische Frauen in der Öffentlichkeit nicht auch Burkas tragen?


A: Nein, saudische Frauen tragen nur eine tradionelle islamische Körperbedeckung.


F: Was ist der Unterschied?


A: Die traditionelle islamische Körperbedeckung, wie sie von saudischen Frauen getragen wird, ist ein züchtiges und doch elegantes Kleidungsstück, das den ganzen weiblichen Körper außer den Augen und den Fingern bedeckt. Die Burka, auf der anderen Seite, ist ein böses Werkzeug der patriarchalen Unterdrückung, das den ganzen weiblichen Körper außer den Augen und den Fingern bedeckt.


F: Das hört sich wie die gleiche Sache mit verschiedenen Namen an.


A: Naja, Du kannst Saudi-Arabien nicht mit Afghanistan vergleichen. Die Saudis sind unsere Freunde.


F: Aber, ich dachte, 15 der 19 Flugzeugentführer vom 11. September kamen aus Saudi-Arabien.


A: Ja, aber sie haben in Afghanistan trainiert.


F: Wer hat sie trainiert?


A: Ein sehr böser Mann mit dem Namen Osama bin Laden.


F: War er aus Afghanistan?


A: Äh, nein, er kommt auch aus Saudi-Arabien. Aber er ist ein böser, ein sehr böser Mann.


F: Ich glaube, ich erinnere mich, daß er mal unser Freund war.


A: Nur als wir ihm und seinen Mujaheddeen in den 80ern geholfen haben, die sowjetische Invasion in Afghanistan zurückzuschlagen.


F: Wer waren die Sowjets? War das das böse kommunistische Imperium, von dem Ronald Reagan gesprochen hat?


A: Es gibt keine Sowjets mehr. Die Sowjetunion hat sich 1990 oder so aufgelöst und jetzt haben sie Wahlen und Kapitalismus wie wir. Wir nennen sie jetzt Russen.


F: Die Sowjets - ich meine die Russen - sind jetzt also unsere Freunde?


A: Naja, nicht wirklich. Weißt Du, sie waren viele Jahre unsere Freunde, nachdem sie aufgehört hatte, Sowjets zu sein, aber dann entschieden sie sich, unseren Angriff auf den Irak nicht zu unterstützen und jetzt sind wir wütend auf sie. Wir sind auch wütend auf die Franzosen und die Deutschen weil sie uns auch nicht geholfen haben.


F: Die Franzosen und die Deutschen sind also auch böse?


A: Nicht wirklich böse, aber schlecht genug, daß wir "French fries" und "French Toast" in "Freedom Fries" und "Freedom Toast" umbenennen mußten.


F: Benennen wir immer Lebensmittel um, wenn ein Land nicht tut, was wir von ihm wollen?


A: Nein, das machen wir nur bei unseren Freunden. Unsere Feinde greifen wir an.


F: Aber war der irak nicht in den 80ern unser Freund?


A: Naja, schon, eine Zeit lang.


F: War Saddam Hussein damals schon Führer des Iraks?


A: Ja, aber zu der Zeit hat er gegen den Iran gekämpft, was ihn zeitweise zu unserem Freund gemacht hat.


F: Wieso hat ihn das zu unserem Freund gemacht?


A: Weil zu der Zeit der Iran unser Feind war.


F: Hat er zu der Zeit nicht die Kurden vergast?


A: Ja, aber da er zu der Zeit gegen den Iran gekämpft hat, haben wir weggeschaut, um ihm zu zeigen, daß wir sein Freund sind.


F: Also wird jeder, der gegen unsere Feinde kämpft, automatisch unser Freund?


A: Größtenteils, ja.


F: Und jeder, der gegen unsere Freunde kämpft wird automatisch unser Feind?


A: Manchmal stimmt das auch. Wenn amerikanische Firmen aber daran verdienen können, beide Seiten mit Waffen zu beliefern, umso besser.


F: Warum?


A: Weil Krieg gut für die Wirtschaft ist, was bedeutet, daß Krieg gut für Amerika ist. Und da Gott auf der Seite Amerikas ist, ist jeder Kriegsgegner ein unamerikanischer Kommunist. Verstehst Du jetzt, warum wir den irak angegriffen haben?


F: Ich glaube. Wir haben sie angegriffen, weil Gott wollte, das wir es tun, richtig?


A: Ja.


F: Aber woher wußten wir, daß Gott will, daß wir den Irak angreifen?


A: Nun, weißt Du, Gott spricht direkt zu George W. Bush und sagt ihm, was er tun soll.


F: Im Endeffekt sagst Du also, daß wir den Irak angegriffen haben, weil George W. Bush Stimmen hört?


A: Ja! Endlich hast Du verstanden, wie die Welt funktioniert. Jetzt mach Deine Augen zu, mach's Dir bequem und schlaf. Gute Nacht. 


 Gute Nacht, Papa.






Unsere Demokratie geht den Bach runter!


Alles was sich unsere Eltern und Großeltern seit dem letzten Krieg erkämpft haben wird von den großen, die Weltbeherschenwollenden Konzernen aufgefressen.
Dies ist eine neue Art von Größenwahn wie ihn schon Adolf Hitler an den Tag gelegt hat.
Da wird nur noch geredet von Weltmarktherrschaft und Riesenrenditen.
Es werden schnell ein paar Blechhütten aufgestellt. Egel ob Diktatur oder Anarchie irgendwo in irgendeinem Land ob China Indien oder Polen Hauptsache es sind billige und willige Arbeitskräfte vorhanden und man kann dort ungestraft Menschenrechte und Gesetze ignorieren und die Menschen dort ausbeuten bis zum Umfallen. Egal es ist ja genug Menschenmaterial vorhanden.
"Neue Märkte erobern" so lautet der Slogan ich nenne das eine neue Art von Angriff und Krieg gegen diese Völker mit Einverständnis der meist korrupten und bestechlichen Einheimischen Behörden.

Uns wird jetzt eingeredet wir sind ein faules arbeitsscheues Volk.
Bei über 4 Millionen Arbeitslosen (mit den ausgesteuerten Arbeitssuchenden ca. 7 Millionen) gilt immer noch der Spruch wer keine Arbeit hat ist zu faul und zu wählerisch.
Uns werden nach und nach unsere Arbeitnehmerrechte und Sozialstandards gekürzt.
Das ist ja auch zu teuer und zu unbequem für die wahren Regierenden in unserem Land, den Kapitalisten! Unsere Politiker nenne ich nur noch Statisten und Marionetten, was anderes sind sie nicht mehr.

Wir das Volk sind zu gierig und alle müssen jetzt in diesen schweren Zeiten den Gürtel etwas enger schnallen!

Wir glauben diesen Schwachsinn doch selbst schon !
Es wird uns ja täglich von der Presse und den Medien eingehämmert!
Auch Konzerne! die sich intellektuelle Prostituierte (Journalisten) halten um Gehirnwäsche zu betreiben.

Doch was soll es, wir regen uns auf über die Forderungen 40 Stundenwoche (regen wir uns überhaupt auf?) unsere Eltern haben ja nur Jahrelang dafür gekämpft und gestreikt, was wir jetzt in ein paar Wochen aufgeben!

Sind ja auch bloß 14% vom Lohn, die uns genommen werden, dass kann der Arbeiter noch locker verkraften.

Ein Vorstand verdient so viel wie tausend Arbeiter!

Dann verdient er halt so viel wie 1200 Arbeiter ist ja auch schon egal!

Ich mag mich jetzt nicht mehr aufregen!

Ich lese jetzt brav die Bildzeitung und rege mich noch ein bisschen über die Leute auf die noch weniger haben als ich!

Diese arbeitsscheuen schmarotzenden Sozialbetrüger die von unseren Steuergeldern in Saus und Braus leben!

Wir haben ja bald kein Geld mehr um es den armen bedürftigen Unternehmern als Subvestitionen in ihren gottverdammten Arsch zu schieben!

Wo die doch treu und brav zwar keine Steuern mehr zahlen, aber ihren gerechten Beitrag für unser soziales System schon irgendwie leisten werden!

Ich denke die müssen ihre Kriegskasse auffüllen!
Der Weltmarkt muss beherrscht werden egal mit welchen Mitteln!

Also richtet euch darauf ein, dass es nie genug sein wird was ihr zahlt.
Die deutschen sind sowieso alle dekadent und übergewichtig.
Und außerdem leiden alle am "El-Bundy ist das wahre Leben Syndrom"
da ist noch viiiiel zu holen!

 
Top